Wie kann ich selbst zu einem besseren Behandlungserfolg bei HPP beitragen?
Um einen guten Behandlungserfolg zu erzielen, ist es wichtig, dass regelmäßige Kontrollen wahrgenommen werden, aber auch die empfohlenen Therapien und Maßnahmen umgesetzt werden. Wenn Beschwerden oder Probleme auftreten, ist es wichtig, dass sie rechtzeitig kommuniziert werden, damit auch entsprechend Therapien eingeleitet werden können. Denn die Lebensqualität sollte gut sein und für die Patienten möglichst das Ziel sein, dass sie schmerzfrei bis zumindest deutlich schmerzreduziert sind, um ihren Lebensalltag gut bewältigen zu können.
Was kann ich tun, wenn mich die Erkrankung emotional belastet?
Eine chronische Erkrankung ist häufig auch sehr emotional belastend und es ist wichtig, dass dies ebenfalls entsprechend adressiert wird. Das heißt, es ist wichtig zu kommunizieren. Einerseits mit den behandelnden Ärzten, natürlich auch mit Familie und Freunden. Aber es ist auch ganz wichtig, sich mit Betroffenen auszutauschen. Derzeit haben wir in Österreich noch keine Selbsthilfegruppe für Hypophosphatasie.
Vielleicht findet sich in Österreich eine oder ein betroffener HPP-Patient, der motiviert ist, diese Aufgabe zu übernehmen. Nichtsdestotrotz gibt es im deutschsprachigen Raum Selbsthilfegruppen, bei denen man sich vernetzen kann und auch austauschen kann, insbesondere wenn es darum geht, welche Angebote in Anspruch genommen werden können.
Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten gibt es bei HPP?
Ganz wichtig ist auch, weiter zu denken als über die rein medizinischen Maßnahmen hinaus. Es sind natürlich auch sozialökonomische Maßnahmen erforderlich, das heißt, es kann Unterstützung bezüglich Krankengeldes bzw. auch Schwerbehindertenausweis bei schwer betroffenen Patienten ratsam sein.
Ein weiteres wichtiges Unterstützungsangebot sind Rehabilitationsmaßnahmen. Hier kann ganz gezielt auch auf Patienten mit Schmerzen im muskuloskelettalen Bereich eingegangen werden und intensiv trainiert werden.
Hier geht es zum Video-Interview: „Lebensqualität verbessern bei HPP“